Schnaps im Silbersee

Worum geht’s? Natürlich um nicht weniger als gut geplante, allgemeine Welterrettung! Und zwar von vier Liedermachern, Liedermachings, Geschichtenerzählern, Sängern, Quatschmachern, Musikern, Träumern, Fragenstellern, Biertrinkern, Melancholikern, Rockern, Romantikern, begeisterten Begeisterern und natürlich Gutaussehern. Und eine von denen spielt statt Gitarre Geige und sieht tatsächlich noch ein bisschen besser aus.

Sämtlich lieben und pflegen sie nicht nur die folkloristischen Traditionen, sondern bedienen auch die Schublade des neudeutschen Liedermachings. Es sind Wortjongleure und Klangdompteure aus einem Musiversum gefüllt mit tiefem Blödsinn & entblößendem Tiefsinn, die auch rau-freche Töne anschlagen, und sich dennoch trauen würden, Über den Wolken ohne ayeayeaye zu präsentieren. Der lang ersehnte Schulterschluss zwischen altharten Degen und den Monströsitäten jüngerer Generationen.

Ausgelassenes Gegröle und anspruchsvolle Interpretationen stehen auf dem Programm, selten ohne fein zu deutigende Zwischentöne, ziemlich unchristlich, aber warmherzig, und immer in engem Kontakt mit dem Publikum. Alle vier können eigentlich alleine auftreten, tun das auch, spielen aber am liebsten durch- und vor allem miteinander. Schnaps im Silbersee sind sie, sobald wenigstens zwei im selben Raum oder in einem Luftradius von 500 Metern sind.


Die „Schnäpse” im Einzelnen:

Peter Wolter (rockiger Gesang & feine PickingGitarre). Der studierte Germanist und Comicologe - konsequenterweise wahnsinnig und Musiker geworden.

der Jerg (rauer Gesangshauch & TrickyFolkGitarre). Der bärtige Grinser: melancholisch und wütend.

melvin Haack (Lalala und aMollGitarre). Hat den Mathelehrer in der Freizeit geparkt. Chefkoch der gesungenen Buchstabensuppe und das Bandpferd.

Judith Retzlik (helle Tönung mit haarigem Bogen: Gesang, Geige, Glockenspiel, Schifferklavier). Die schönsten Instrumentenbauer haben die dicksten Klänge – Judith kann, nach offizieller Meinung, fast alles.